| Ihre Majestät, Königin Doña Sofía, wird im kommenden Oktober das neue, ihren Namen tragende Kulturzentrum in Cádiz-Stadt einweihen, dessen Hauptattraktion das Werk des Cádizer Künstlers Juan Luis Vasallo sein wird, der als einer der besten spanischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts gilt.
Stamm-Mitglied der Akademie der Schönen Künste von Madrid, war es stets Juan Luisens Bestreben, dass sein Werk in seiner Geburtsstadt ausgestellt würde. Aus diesem Grund und dank der Großzügigkeit seiner Familie, werden seine Skulpturen nun bald den Innenhof, das Treppenhaus sowie die zweite Etage des neuen Kulturzentrums schmücken, das im gerade erst aufwenig restaurierten Gebäude der ehemaligen Militärregierung von Cádiz untergebracht ist; dabei handelt es sich um ein monumentales neoklassizistisches Bauwerk, das 1759 direkt gegenüber dem Atlantik gelegen in der Altstadt von Cádiz erbaut wurde.
Das Vasallen-Museum wird insgesamt 140 Werke und Originalzeichnungen zeigen, die von der Familie dieses Künstlers zur Verfügung gestellt werden, der sich vor keinem Material scheute.
Als Erneuerer der körperlichen Skulptur in Spanien, schuf Vasallo eine ganze Reihe bedeutender öffentlicher Monumente, so zum Beispiel in Madrid, Sevilla, Jerez, Ubeda, Utrera oder Aracena. Einige davon sind sehr bekannt, wie zum Beispiel die Statue der Santa Teresa in Ávila oder die Picasso-Büste im gleichnamigen Museum von Málaga. 
Portrait-Maler von König Juan Calos I., des Stierkämpfers Juan Belmonte oder des Schriftstellers José María Pemán, arbeitete Vasallo mit Holz, Stein, Marmor, Gips oder Ton, sich so in einen Tausendsassa der Malerei und der Skulptur verwandelnd, dabei ein solch heterogenes Repertoire repräsentierend, dass dieses vom Akt bis zur religiösen Thematik alle Bereiche abdeckt.
Eine kulturelle Referenz
Das Reina Sofía-Kulturzentrum in der Provinzhauptstadt Cádiz wird somit das Vasallen-Museum, die Königliche Hispanoamerikanische Akademie, das Cádizer Ateneo, die Militärbibliothek, die Federico-Joly-Stiftung, die Gravurwerkstatt Galván sowie die städtische Kulturstiftung unter seinem Dach vereinen.
Die Renovierungsarbeiten des denkmalgeschützten Gebäudes der ehemaligen Militärregierung von Cádiz fanden unter der Schirmherrschaft des Cádizer Rathauses statt, insgesamt wurden über drei Millionen Euro investiert, die freilich überwiegend aus dem „Cultur-Cad“-Topf der Europäischen Union flossen. Die aus diesem Fond stammenden Gelder werden von der Cáidizer Provinzialregierung zwischen den einzelnen Gemeinden der Provinz aufgeteilt, damit diese ihr historisch-kulturelles Erbe auffrischen und bewahren können.
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